Französische Eleganz - in Trümmern entstanden

Französische Eleganz mit Mélanie Adami, Daniel Meller, Ivona Krapikaite, Andrea Sutter und Benjamin Engeli.

Französische Eleganz entstand nicht im Glanz, sondern aus einer Zeit des Umbruchs: Nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 entwickelte sich in den Pariser Salons eine neue, feinsinnige Musikkultur voller Intimität, Poesie und subtiler Ausdruckskraft. Die eleganten Mélodies von Reynaldo Hahn stehen exemplarisch für diese Epoche – mit transparentem Klang, feiner Linienführung und einem sensiblen Spiel zwischen Wort und Musik. Auch Charles Martin Loefflers «4 Poèmes op. 5» bewegen sich in poetisch-melancholischen Klangwelten, inspiriert von Fauré und zugleich harmonisch bereits kühner gedacht. Einen schillernden Kontrast setzt Camille Saint-Saëns’ berühmte «Danse macabre»: ein grotesker Totentanz voller Ironie, Witz und raffinierter Klangmalerei. Im Zentrum des Abends steht schliesslich ein kammermusikalisches Meisterwerk von Gabriel Fauré – Musik von berückender Innigkeit und Klarheit. So entfaltet der Konzertabend ein farbenreiches Panorama französischer Klangkunst zwischen Eleganz, Melancholie und feinem musikalischem Esprit.

Französische Eleganz - in Trümmern entstanden

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